DEL

Ein wahrer Held: Robert Müller im Alter von 28 Jahren verstorben

Robert Müller,, ehemaliger deutscher Nationalgoalie, hat es nicht geschafft: Im Alter von nur 28 Jahren ist er am Donnerstag, den 21. Mai an den Folgen eines Gehirntumors gestorben. Er hat aber seit dem ersten Eingriff Ende 2006 nie aufgegeben. Deshalb soll die Nummer 80, die seine Frau und zwei Kinder zurücklässt, als großes Vorbild gelten. Denn er war und ist trotz seines Todes ein wahrer Held!!!

Er hat gewusst, dass er keine Chance hat gegen den immer wieder zurückkehrenden Gehirntumor. Er hat sich dem Leben gestellt und das Beste draus gemacht. Für sich, seine Familie, die beiden kleinen Kinder. Und er hat sich seinem Sport verschrieben, denn "sein Leben war Eishockey", bis zuletzt. Nach der ersten Operation kämpfte er sich zurück. Ins Tor der Adler, später der Füchse und der Haie. In das der Nationalmannschaft. Mit der 80 auf dem Rücken, wie immer. Die Kölner Haie, die Mannheim Adler und der EHC Klostersee beabsichtigen, die Rückennummer 80 zu seinen Ehren nie mehr zu vergeben.

Aus einem BILD-Artikel Wochen vor seinem Tod, als er mit Hockeykameraden auf einem Weiher seine Sportart ausübte:
...dann geht Müller auf das Eis. Langsam gleitet er zum freigeschobenen Feld. Da warten noch vier weitere Team-Kollegen. Sie spielen drei gegen drei auf Mini-Tore. Müller schaut glücklich. Er lacht. Er flucht. Eishockey-Alltag. Es ist der Alltag, den Müller sucht und bei seiner großen Leidenschaft findet.

Stimmen über Müllers Tod (von hockeyweb.de):
Franz Reindl, DEB-Sportdirektor: "Wir sind tief betroffen und von Trauer erfüllt. Robert Müller war ein großartiger Mensch und eine starke Persönlichkeit. Er hat uns alle sehr beeindruckt und war nicht nur aus sportlicher Sicht ein Vorbild. Gleichzeitig inspirierte er mit seinem starken Willen und Durchhaltevermögen viele Menschen in ihrem eigenen Kampf gegen diese schreckliche Krankheit. Er hat uns allen gezeigt, was es bedeutet, niemals aufzugeben. Robert Müller wird eine große Lücke hinterlassen. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, der wir jetzt viel Kraft wünschen. Wir trauern mit Ihnen gemeinsam und ich spreche auch im Namen des Präsidiums des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. hiermit unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefstes Mitgefühl aus."

Uwe Krupp, deutscher Bundestrainer: "Ich fühle tiefe Trauer über den Tod von Robert Müller, der viel zu früh von uns gegangen ist. Wir verlieren durch seinen Tod nicht nur einen tollen Teamkameraden, sondern einen großartigen Menschen. Ich denke, ich kann für die gesamte Nationalmannschaft sprechen, wenn ich der Familie mein Beileid ausdrücke. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und hoffen, dass sie diese schwere Zeit überstehen."

Duisburgs Boss Ralf Pape: "Ich bin völlig geschockt, auch wenn es sich über so einen langen Zeitraum angekündigt hat”, beschrieb der Chef des EV Duisburg seine Gefühlslage und die aller Füchse. „Robert war ein vorbildlicher Sportler”, sagt Pape über Müller, der einem Gehirntumor erlag. „Ich kannte ihn schon zu seiner Zeit in Mannheim. Er hat sich beispielsweise immer um die jüngeren Torhüter gekümmert, war immer ehrlich, immer aufrichtig.” Während der Saison 2007/08 wechselte Müller von Mannheim nach Duisburg, ehe er einen Vertrag bei den Kölner Haien erhielt, denen er bis zuletzt angehörte. Müller war deutschlandweit Publikumsliebling. Etwas, das Pape nicht überrascht. „Robert ist einer der angenehmsten Profisportler, denen ich je begegnet bin."

Auch die Fans und Verantwortlichen der Starbulls Rosenheim, wo Robert Müller das Eishockey erlernte, sind über diese Nachricht tief betroffen und sehr traurig. "Der sympatische Rosenheimer hat vielen Menschen imponiert und war für viele nicht nur sportlich ein gutes Vorbild. ", heißt es auf deren Website.

Bei den Krefeld Pinguinen heißt es: "Robert hat sich uns als Mensch mit untadeligem Charakter gezeigt und war ein herausragender Sportler", so Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Aufsichtsratvorsitzender Wolfgang Schulz, den die traurige Nachricht im Urlaub erreichte, ergänzt: "Auch während seiner schweren Krankheit war er anderen Menschen stets ein Vorbild. Robert war ein Vorzeigesportler". Robert Müller war 2003 der Garant für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Krefeld Pinguine.

Ein wahrer Held


Robert Müller bei seinem Comeback 2007 beim All Star Game in Mannheim

Bei der Finale der DEL-Saison 2006/2007 stand Robert Müller nach dem anscheinenden Besiegen des Tumors für die letzten 31 Sekunden auf dem Eis. Die Fans hatten es gefordert.

Müllers Comeback am 16.11.2008!

Sogar beim Gegner angefeuert!!!

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58
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